Demenz

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Demenz

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Demenz ist eine weitverbreitete und bisher nicht vollständig heilbare Krankheit. Es handelt sich um eine degenerative Entwicklung des Gehirns, welche zu einem Verlust der geistigen und anschließend der motorischen Fähigkeiten führt. Fast 50 Millionen Menschen sind derzeit weltweit betroffen. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit dem Alter. Die Lebenserwartung lässt sich jedoch nicht pauschal eingrenzen. Demenz kann in verschiedenen Formen und Stadien auftreten. Das Alltagsleben der Betroffenen wird in den meisten Fällen langfristig vollkommen auf den Kopf gestellt. Auch die Angehörigen müssen sich auf viele Veränderungen einstellen. Mit einem ausführlichen Hintergrundwissen lässt sich das neue Leben mit der Zeit jedoch ebenso schön gestalten wie das alte. Wir beantworten Ihnen die häufigsten Fragen zum Thema Demenz:

Wie erkenne ich eine Demenzerkrankung ?

Vergesslichkeit führt nicht gleich zur Demenz! Besonders im Alter ist die ein oder andere Gedächtnislücke keine Seltenheit und vollkommen normal. Je größer die Zahl der Vorfälle, desto eher zieht man eine Demenzerkrankung in Erwägung. Es handelt sich bei Demenz jedoch um mehr als Gedächtnisprobleme. Der Begriff Demenz beschreibt kein einheitliches Krankheitsbild, sondern umfasst eine Reihe auftretender Symptome. Je nach Stadium werden häufig auch die Orientierung, die Lern- und Sprachfähigkeit und das Sozialverhalten des Betroffenen beeinflusst.

Im Anfangsstadium kann es schwierig sein, eine Erkrankung von einer einfachen Vergesslichkeit zu unterscheiden. Manche Symptome helfen dabei, eine mögliche Demenz frühzeitig zu erkennen. Im Falle einer tatsächlichen Erkrankung bestehen diese Symptome in der Regel über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass nur ein Facharzt eine Demenzerkrankung mit Sicherheit bestätigen kann. Ein Demenztest beinhaltet eine Vielzahl an Untersuchungen, wodurch anschließend ein eindeutiges Ergebnis geliefert werden kann.

Erste Symptome

Vor der endgültigen Diagnose eines Arztes weisen Demenzerkrankte häufig ähnliche Verhaltensmuster auf. Vergesslichkeit ist normal und muss daher detailliert beobachtet werden, um als Anzeichen für Demenz zu gelten. Die Tatsache, dass Betroffene ihre Krankheit in frühen Stadien häufig verstecken wollen, erschwert diese Beobachtung zusätzlich. Wer schonmal eine Brille verlegt hat, leidet nicht automatisch an Demenz. Betroffene hingegen verlegen Alltagsgegenstände überdurchschnittlich oft und finden diese häufig an sehr ungewöhnlichen Orten wieder.

Auch ein allgemein schlechter Orientierungssinn ist kein Grund zur Sorge. Der nachlassende Orientierungssinn von Demenzerkrankten bezieht sich auch auf das gewohnte Umfeld. Vertraute Routen bereiten plötzlich Probleme.

Ein sehr deutliches Symptom sind die Kommunikationsschwierigkeiten. Worte für Alltagsgegenstände werden immer häufiger vergessen und es fällt Betroffenen schwieriger mit anderen zu kommunizieren, da der erste Teil des Gesprächs schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwindet. Betroffene verlieren zunehmend das Interesse an zuvor gepflegten Hobbys und haben oft weniger Lust, etwas zu unternehmen.

Auch Rechen- und Lernfähigkeiten nehmen ab. Das Auffassungsvermögen lässt nach und Fehler werden immer häufiger abgestritten. Auch Stimmungsschwankungen sind ein typisches Symptom, welches durch die Vielzahl an Veränderungen ausgelöst wird.

Was ist der Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer?

Demenz tritt in vielen unterschiedlichen Formen auf. Zwei Begriffe werden fälschlicherweise häufig verwechselt oder gleichgesetzt: Demenz und Alzheimer. Demenz ist ein Überbegriff für unterschiedliche Demenzarten. Die häufigste Form darunter heißt Alzheimer. Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Demenzarten vor:

Wie viele unterschiedliche Demenzformen gibt es?

Es gibt insgesamt über 50 unterschiedliche Formen von Demenz. Diese haben jeweils verschiedene Ursachen und Folgen. Die geistigen Fähigkeiten werden bei jeder Art einer Demenz beeinflusst oder gehen schließlich vollständig verloren. Die Vielzahl an Demenzarten lässt sich in primäre und sekundäre Demenz unterteilen, wobei es auch vereinzelte Mischformen geben kann.

Bei einer primären Demenz handelt es sich um eine autonome Erkrankung. Die Nervenzellen im Gehirn des Betroffenen sterben ab. Diese Form der Demenz kann in manchen Fällen verlangsamt werden, lässt sich jedoch nicht vollständig heilen. Bei 90% aller Demenzerkrankungen handelt es sich um eine primäre Demenz. Hierzu zählen neurodegenerative (z.B. Alzheimer) und vaskuläre Demenzen.

Eine sekundäre Demenz ist seltener und macht nur 10% aller Demenzerkrankungen aus. Diese Form ist eine Folge anderer Erkrankungen. Auslöser sind z.B. Alkoholmissbrauch, eine Schilddrüsenerkrankung oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Wenn die Grunderkrankung heilbar ist, lässt sich auch die Demenz häufig heilen. Bei starken Depressionen haben Betroffene übrigens häufig ähnliche Symptome wie bei einer Demenz. Dies wird jedoch nicht als sekundäre Demenz, sondern als Pseudodemenz bezeichnet und zählt somit nicht als Demenzform.

Neurodegenerative Demenz

Bei dieser Demenzform wird die Kommunikation der Nervenzellen im Gehirn durch Neurodegeneration gestört. Neurodegeneration beschreibt die Verringerung von Nervenzellen im Gehirn. Zu den häufigsten  neurodegenerativen Demenzen zählen neben Alzheimer auch die frontotemporale Demenz und die Lewy-Body Demenz.

Alzheimer

Alzheimer ist eine kortikale Demenz. Es finden also Veränderungen in der Hirnrinde statt. Bei dieser Form von Demenz sind Eiweißablagerungen der Grund für die Neurodegeneration. Die Ablagerung sogenannter Plaques sind eindeutige Mitverursacher der Erkrankung. Die eigentliche Ursache dieser Plaque-Ablagerungen ist bisher noch unbekannt.

Alzheimer ist im Vergleich zu anderen Demenzformen häufig erst spät zu erkennen, da sich diese Erkrankung sehr langsam entwickelt. Am Anfang des Krankheitsverlaufs ist häufig nur das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Erst später geraten dann auch Personen oder Erinnerungen in Vergessenheit. Alzheimer ist zwar nicht heilbar, eine frühzeitige Diagnose ist aber dennoch wichtig, um den Betroffenen ausreichend vorzubereiten.

Lewy-Body-Demenz

Wie bei Alzheimer wird auch bei dieser der Lewy-Body-Demenz die Kommunikation von Nervenzellen im Gehirn durch Eiweißablagerungen verhindert. Die Ablagerungen werden dabei als Lewy-Körperchen bezeichnet. Auch hier ist die eigentliche Ursache der Körperbildung bisher ungeklärt.

Neben Alzheimer Symptomen verursacht eine Lewy-Body-Demenz außerdem Halluzinationen oder löst ein Zittern im Körper aus. Der Zustand verschlimmert sich nicht exponentiell, sondern schwankt häufig.

Frontotemporale Demenz

Demenz ist bekanntlich eine typische Krankheit im Alter. Dennoch gibt es auch Formen, die jüngere Menschen betreffen, darunter die frontotemporale Demenz. Neben Alzheimer ist auch diese Demenzform eine kortikale Demenz. Die Neurodegeneration verläuft also hauptsächlich in der Hirnrinde. Frontotemporale Demenz ist in manchen Fällen genetisch bedingt.

Betroffene verhalten sich häufig sehr aggressiv. Auch die Sprache und das Essverhalten werden früh beeinträchtigt. Gedächtnisstörungen treten meist erst in späteren Stadien auf.

Vaskuläre Demenz

Bei dieser primären Demenz wird die Neurodegeneration durch Durchblutungsstörungen verursacht. Wenn die Blutgefäße im Gehirn verengt oder verstopft sind, können die Nervenzellen nicht mit Blut versorgt werden. Häufig führen auch kleine Schlaganfälle oder Hirnblutungen zum Absterben der Nervenzellen. Durchblutungsstörungen können in verschiedenen Bereichen des Gehirns eintreten. Veränderungen unterhalb der Hirnrinde und in tieferen Schichten bezeichnet man als subkortikale Demenz, darunter auch Formen der vaskulären Demenz.

Im Vergleich zu beispielsweise Alzheimer treten die Symptome nicht schleichend, sondern oft ganz plötzlich auf. Neben typischen Demenzsymptomen sind hierbei Blasenprobleme, Gangstörungen und ein allgemein langsames Auftreten deutliche Anzeichen.

Wie verläuft die Demenzerkrankung?

Eines sollten Sie unbedingt immer im Hinterkopf behalten: Jede Demenz verläuft anders und auch jeder Betroffene reagiert anders auf die daraus resultierenden Veränderungen. Der Ablauf und die Folgen von Demenzerkrankungen variieren neben den Formen auch im Stadium.

In frühen Stadien kommt es hauptsächlich zu Störungen des Kurzzeitgedächtnisses.

Im mittleren Stadium wird es immer schwieriger, Aufgaben des Alltags selbstständig zu erledigen. An dieser Stelle sollten sich Angehörige die Frage stellen, ob die betroffene Person noch alleine leben kann: Gefährdet sie sich selbst? Gefährdet sie andere? Kann sie sich noch selbst versorgen? Achtet sie auf ausreichende Hygiene? Findet sie den Weg nach Hause?

In späten Stadien bereiten diese Punkte auf jeden Fall Probleme. Betroffene sind nun anhaltend auf Hilfe angewiesen.

Tipps und Tricks für den Alltag mit Betroffenen

Für Angehörige ist die Erkrankung einer nahestehenden Person häufig schwieriger als für die betroffene Person selbst. Besonders traurig ist es, wenn diese selbst den engsten Freundes- und Familienkreis nicht mehr wiedererkennt. Sie als Angehöriger müssen sich an das Verhalten des Kranken bestmöglich anpassen, denn dieser kann sein eigenes Verhalten nicht mehr richtig beeinflussen. Es gibt außerdem einige Pflegehilfsmittel, welche das Alltagsleben vereinfachen können. Diese stehen Ihnen bereits ab Pflegegrad 1 zu.

Wir haben einige Tipps für Sie zusammengetragen, um das Leben mit einem Demenzerkrankten zu vereinfachen:

Therapien und Training

Die meisten Demenzformen sind nicht heilbar. Dennoch gibt es einige Medikamente, um Begleitsymptome zu lindern. Bei Demenz sind therapeutische Maßnahmen häufig viel wirkungsvoller. Realitätsorientierungstraining (ROT) kann dabei helfen, die Neurodegeneration zu verlangsamen. Durch ein ROT können Orientierung und Zeitgefühl des Betroffenen länger erhalten werden. Es gibt eine Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten, um kognitive Fähigkeiten länger aufrecht zu erhalten. Auch eine Musiktherapie kann verschollene Erinnerungen oft wieder hervorrufen. Um eine passende Therapie zu finden, ist es empfehlenswert, einen Arzt zu konsultieren.

Richtige Kommunikation

Demenzerkrankten fällt es mit der Zeit immer schwerer sich auszudrücken. Auch die Angehörigen haben zunehmend Probleme, mit Betroffenen zu kommunizieren. Kommunikation ist, wenn auch ganz anders als gewohnt, trotzdem unglaublich wichtig. Achten Sie hierbei immer auf das Stadium der Krankheit, um den Betroffenen nicht bloßzustellen.

Tipp 1: Verweisen Sie den Betroffenen nicht ständig auf seine Fehler. Demenzkranke sind, ihrer Krankheit geschuldet, oft schnell gereizt und können aggressiv reagieren. Streitsituationen sollten Sie so gut es geht vermeiden.

Tipp 2: Betroffene sollten sich nie nutzlos vorkommen. Einfache Aufgaben lenken gut von den Stimmungsschwankungen ab. Aber verwirren Sie den Betroffenen auch nicht mit zu vielen Informationen. Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung ist gefragt. Am Anfang kann es außerdem helfen, gemeinsam mit dem Betroffenen eine Autobiografie zu erstellen. Das ist eine schöne Beschäftigung für beide Parteien.

Tipp 3: Drücken Sie sich richtig aus. Statt Gegenstände zu umschreiben, sollten Sie immer den richtigen Begriff verwenden. Wenn der Betroffene einen Dialekt spricht, kann es auch helfen sich diesen anzueignen.

Tipp 4: Besonders in späten Stadien kann Kommunikation häufig nur noch nonverbal gestaltet werden. Bilder, Berührungen oder auch Gerüche können dabei helfen.

24-Stunden-Pflege: Unsere Demenzbetreuung

Demenzerkrankten ist es nicht mehr möglich, ihren Alltag wie gewohnt fortzusetzen. Betroffene entwickeln Essstörungen, vernachlässigen die Körperhygiene oder laufen grundlos weg. Für Angehörige stellt dies häufig eine große Belastung dar. Die Krankheit verlangt eine professionelle Betreuung. Unsere 24-Stunden-Demenzbetreuung bietet eine tolle Alternative zu gewöhnlichen Pflegeheimen. Hierbei zieht eine professionelle Pflegekraft in das Haus der pflegebedürftigen Person ein. Dadurch kann eine viel intensivere Betreuung gewährleistet werden. Betroffene fühlen sich in einer gewohnten Umgebung zudem oft am wohlsten. Die Angehörigen werden durch eine 24-Stunden-Pflege ausreichend entlastet.

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