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Diabetes

Diabetes im Alter

Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, ist keine seltene Erkrankung. Allein in Deutschland gibt es über sieben Millionen Diabetiker. Diabetes kann man in jedem Alter bekommen, jedoch steigt das Vorkommen mit zunehmendem Alter. Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung. Der Blutzuckerspiegel der Betroffenen ist dauerhaft erhöht, wodurch verschieden Organe mit der Zeit beschädigt werden. Besonders bei älteren Betroffenen werden die Symptome fälschlicherweise häufig als Altersschwächen verstanden. Diabetes ist nicht immer heilbar, lässt sich in den meisten Fällen aber ganz gut kontrollieren. Viele Patienten sind sich über die Risiken von Diabetes gar nicht bewusst oder unterschätzen diese. Ohne jegliche Behandlung kann Diabetes lebensgefährlich sein. Glücklicherweise ist die Erkrankung früh erkennbar und in der Regel deutlich nachweisbar. Wir helfen Ihnen dabei, die Zuckerkrankheit besser zu verstehen und geben Ihnen Tipps zum Umgang mit der Krankheit und den Betroffenen.

Unterschiedliche Formen von Diabetes

Bevor Sie sich über Ursachen, Symptome und Behandlung sorgen, sollten Sie sich zuerst ausreichend über die verschiedenen Formen von Diabetes informieren. Die häufigsten Formen der Erkrankung lassen sich in drei Typen unterteilen:

Ein Typ-1-Diabetes betrifft am häufigsten Kinder und Jugendliche. Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung.

Der Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit. Er macht über 90% aller Fälle aus. Diabetes Typ 2 wurde früher häufig als Altersdiabetes bezeichnet, da dieser tendenziell ältere Menschen betraf. Das ist auch heute der Fall, jedoch tritt diese Form aktuell auch vermehrt bei Jüngeren auf. Die Insulinresistenz wird hierbei häufig durch Risikofaktoren wie beispielsweise Übergewicht begünstigt.

Typ-3-Diabetes ist der Sammelbegriff für sehr seltene Arten von Diabetes. Dieser Erkrankungstyp hat eine Vielzahl an Untergruppen. Mögliche Ursachen können zum Beispiel andere Erkrankungen oder Medikamente sein.

Eine Ausnahme bildet der sogenannte Schwangerschaftsdiabetes. Dieser tritt ausschließlich bei Frauen in der Schwangerschaft auf und ist zudem temporär. Der sogenannte Gestationsdiabetes lässt sich zu keiner der genannten Kategorien zuordnen und wird daher häufig als Diabetes Typ 4 bezeichnet.

Diabetes-Symptome

Bei Verdacht auf Diabetes ist die Recherche über typische Anzeichen der erste Schritt. Auch bei den Symptomen muss zwischen den verschiedenen Formen der Zuckerkrankheit unterschieden werden. Aufgrund der Vielzahl an Ursachen von Diabetes Typ 3 gehen wir im Weiteren ausschließlich auf Typ 1 und 2 ein:

Symptome bei Typ-1-Diabetes: Typische Symptome sind hierbei eine starke Gewichtsabnahme, ein ausgeprägtes Durstgefühl und häufiger Harndrang. Weitere Anzeichen können Müdigkeit, Muskelschwäche, trockene Haut und schlecht heilende Wunden sein. Hinzu kommen Schwindel oder vermehrtes Übelkeitsgefühl.

Symptome bei Typ-2-Diabetes: Diabetes Typ 2 verläuft zunächst oft asymptomatisch. Die Anzeichen sind also nicht erkennbar oder werden nicht als solche eingeschätzt. Mögliche Symptome sind unter anderem Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche und leichte Depressionen. Diese können einfach mit den Symptomen einer Demenzerkrankung verwechselt werden. Etwas deutlicher sind Anzeichen wie juckende Haut und Pilz-oder Harnweginfektionen. Die meisten Betroffenen sind höheren Alters und/oder übergewichtig. In späteren Stadien lassen sich auch Folgeerkrankungen als Symptome erkennen. Es kann beispielsweise zur diabetischen Retinopathie kommen. Hierbei handelt es sich um Sehstörungen aufgrund einer Erkrankung der Netzhaut. Auch der diabetische Fuß ist eine häufige Folgeerkrankung.

Diabetes testen lassen

Wie bei den meisten Krankheiten sollte man sich bei einem Verdacht auf Diabetes nicht ausschließlich auf die An-oder Abwesenheit von möglichen Symptomen verlassen. Eine endgültige Diagnose kann nur von  einem Arzt formuliert werden. Diabetes kann in unbehandelter Form äußerst gefährlich sein. Glücklicherweise lässt sich die Zuckerkrankheit mit nur einem Test ziemlich deutlich bestätigen oder widerlegen. Bei vielen Anzeichen und hohem Verdacht können regelmäßige Test sinnvoll sein. Ein solcher Test läuft meist wie folgt ab:

Einem Gespräch mit Ihrem Arzt über selbstdiagnostizierte Symptome und Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten folgt in der Regel eine körperliche Untersuchung. Hierbei wird außerdem der Blutdruck der betroffenen Person gemessen. Abschließend erfolgt eine Blutuntersuchung. Über einen kleinen Tropfen Blut kann hierdurch der Blutzuckerwert bestimmt werden.

In manchen Fällen werden außerdem Urintests durchgeführt. Die wörtliche Übersetzung von Diabetes mellitus ist „honigsüßer Durchfluss“. Aufgrund der erhöhten Glukosekonzentration im Urin ist dieser bei Betroffenen tatsächlich süßlich. Bei gesunden Menschen lässt sich kein Zucker im Urin nachweisen.

Ursachen von Diabetes

Die Blutzuckerregulation ist bei allen Betroffenen gestört, ganz unabhängig von der Art des Diabetes. Unbehandelt ist der Blutzuckerspiegel demnach stark erhöht. Die Unterscheidung der verschiedenen Diabetes-Formen liegt demnach hauptsächlich in den Ursachen dieses erhöhten Blutzuckerspiegels.

Ursachen von Typ-1-Diabetes

Das Hormon Insulin sorgt für die Senkung des Blutzuckerspiegels. Dieses Hormon wird in gesunden Körpern bei einem steigenden Blutzuckerspiegel mithilfe von sogenannten Betazellen ausgeschüttet. Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem von Betroffenen wehrt sich also gegen eigene Zellen.  In diesem Fall werden die Betazellen durch Autoantikörper zerstört, wodurch die Insulinproduktion behindert wird. Die Ursache der Bildung dieser körpereigenen Antikörper ist bisher unbekannt, meist werden genetische Veranlagungen als Hauptgrund vermutet. Dieser Diabetes-Typ ist eher selten und tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf.

Ursachen von Typ-2-Diabetes

Der Blutzuckerspiegel wird durch das Hormon Insulin gesenkt. Dieses wird nach der Nahrungsaufnahme sowohl bei gesunden als auch bei betroffenen Personen durch sogenannte Betazellen produziert. Bei Diabetespatienten entwickeln die Körperzellen mit der Zeit jedoch eine Insulinresistenz. Diese führt dazu, dass die Insulinproduktion zunächst stark steigt. Aufgrund einer Überbelastung der Bauchspeicheldrüse nimmt die Produktion des Hormons aber wieder ab und es kommt zum Insulinmangel. Die Störung der Blutzuckerregulation kann bei Diabetes Typ 2 verschiedene Auslöser haben. Es gibt sowohl beeinflussbare als auch nicht beeinflussbare Risikofaktoren. Eine Kombination von Ursachen ist ebenfalls möglich.

Zu den beeinflussbaren Faktoren zählen unter anderem Übergewicht, Bewegungsmangel oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten. Eine Vielzahl an Erkrankten leidet zusätzlich an Übergewicht oder Adipositas. Fettzellen sind hierbei besonders gefährlich, da sie die Insulinempfindlichkeit der Zellen stark beeinflussen. Um den Aufbau von Fettgewebe zu verhindern ist ausreichend Bewegung gefordert. Auch die richtige Ernährung spielt eine große Rolle. Zusätzlich können bestimmte Medikamente, beispielsweise die Verhütungspille, den Zuckerstoffwechsel verschlechtern.

Die oben genannten Faktoren sind bis zu einem gewissen Grad beeinflussbar. Es gibt jedoch auch unvermeidbare Ursachen. Wie bei einem Typ-1-Diabetes kann die genetische Veranlagung das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Das Risiko steigt außerdem stark mit dem Alter, da die Insulinproduktion im Alter oft natürlicherweise nachlässt. Früher wurde Diabetes-Typ-2 oft als Altersdiabetes bezeichnet. Heute ist jedoch auch eine Vielzahl an jüngeren Menschen betroffen, häufig aufgrund beeinflussbarer Faktoren.

Mögliche Folgen von Diabetes

Die Zuckerkrankheit ist eine gut kontrollierbare Erkrankung, dennoch sollte man diese nie unterschätzen. Es gibt eine Vielzahl an Folgeerkrankungen, die durch Diabetes ausgelöst werden können. Diese reichen von Nieren-, Seh- oder Nervenschäden bis hin zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten. Bei schwerwiegenden Durchblutungsstörungen kann es in manchen Fällen auch zur Amputation von Körperteilen kommen. Eine verbreitete Folge ist der diabetische Fuß. Hierbei handelt es sich um eine starke Anfälligkeit und schlechte Heilung bei Wunden im Bereich der Füße. Eine gründliche Pflege ist ratsam.

Diabetes Behandlung

Da der Blutzuckerspiegel bei betroffenen Personen nicht mehr natürlich gesenkt werden kann, muss der Insulinmangel häufig durch Insulinspritzen ausgeglichen werden. Neben diesen Hormonspritzen und ähnlichen Medikamenten gibt es weitere Möglichkeiten, um den Blutzuckerspiegel selber zu beeinflussen. Eine gesunde Ernährung kann Wunder wirken. Neben einer täglichen nährstoffreichen Ernährung und dem Verzicht auf bestimmte Genussmittel, gibt es außerdem spezifische Nahrungsmittel, die den Blutzuckerspiegel senken können. Hierzu zählen beispielsweise Gewürze wie Kurkuma oder Zimt. Stress sollte ebenfalls so gut es geht vermieden werden. Zudem kann Bewegung den Blutzuckerspiegel stark beeinflussen. Mit dem Alter wird es jedoch immer schwieriger sich ausreichend sportlich zu betätigen.

Tipps für Angehörige

Die Diagnose Diabetes kann das Leben des Betroffenen auf unterschiedliche Weise beeinflussen und verändern. Auch Angehörige sind häufig unmittelbar von dieser Lebensumstellung betroffen. Schenken Sie der betroffenen Person als Angehöriger ausreichende Unterstützung. Diese Unterstützung lässt sich je nach Alter des Betroffenen unter anderem durch Hilfe bei der Körperpflege oder bei der Medikamentengabe verwirklichen. Im Bezug auf die richtige Ernährung kann es helfen, sich ebenfalls auf eine Ernährungsumstellung einzulassen oder sich um die Nahrungszubereitung zu kümmern. Zudem gibt es ein breites Angebot an Diabetes-Schulungen. Diese sind sowohl für Betroffene als auch für Angehörige empfehlenswert. Hier werden Sie unter anderem darüber aufgeklärt, wie Sie in einer Notsituation handeln sollten.

Pflegehilfe durch die Kölner Seniorenbetreuung

Besonders mit dem Alter wird es immer schwieriger, den Alltag mit Diabetes alleine zu bewältigen. Angehörige sind häufig mit den Pflegeanforderungen überfordert und zeitlich überlastet. Eine 24-Stunden-Pflegekraft kann hier Abhilfe schaffen. Wir von der Kölner Seniorenbetreuung24 beraten Sie gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten und unseren Leistungen im Bereich der 24h-Betreuung. Mit uns finden Sie garantiert ein passendes Betreuungsprogramm. Kontaktieren Sie uns gerne!