Pflegegrade
Ablauf der Seniorenbetreuung

 

Kölner Seniorenbetreuung24
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Pflegegrad: Möglichkeiten einer alters- und pflegebedürftigen Betreuung

In Deutschland steigt die Zahl der pflegebedürftigen Personen von Jahr zu Jahr. Viele Menschen wünschen sich, möglichst bis ins hohe Alter zu Hause und somit in den eigenen vier Wänden gepflegt oder umfassend und altersgerecht betreut zu werden. Die Kölner Seniorenbetreuung24 informiert über die fünf Pflegegrade und erläutert die Kriterien und Einschätzungen der Pflegebedürftigkeit.

Feststellung des Pflegegrades

Zunächst stellen Gutachter des Sozialmedizinischen Dienstes (SMD) die Selbstständigkeit im täglichen Bereich einer als pflegebedürftig zugeordneten Person fest. Der SMD ist ein ärztlicher Dienst bei den Rentenversicherungsträgern und führt im Rahmen des Antrags- und Leistungsfeststellungsverfahrens eine medizinische Sachaufklärung und eine Bewertung auf Grundlage für Verwaltungsentscheidungen, in diesem Fall die Zuordnung des Pflegegrades, fest. Bei den insgesamt sechs zu überprüfenden Lebensbereichen werden die täglichen Aktivitäten einer Person genauestens beobachtet. Im Fokus stehen hierbei die Mobilität, geistige und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, der Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen oder Belastungen sowie der Bewältigung, Gestaltung des Alltags und die sozialen Kontakte. Auch die Bewertung der außerhäuslichen Aktivitäten und die Haushaltsführung fallen in die Einschätzung der Gutachter des SMD.

  • Die Körperpflege: Dazu zählen Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- und Blasenentleerung
  • Die Ernährung: Dieser Bereich umfasst das mundgerechte Zubereiten der Nahrung sowie die Unterstützung beim Essen und Trinken
  • Die Mobilität: Hier erfolgt eine Einschätzung der Fortbewegung in den eigenen vier Wänden. Also jede Art der Hilfe beim Gehen, Stehen, Treppensteigen sowie Aufstehen und Zubettgehen, An- und Auskleiden bis hin zum Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung.
  • Die hauswirtschaftliche Versorgung / Eigenversorgung. Ist die zu betreuende bzw. die zu pflegende Person in der Lage, Einkäufe oder tägliche Abläufe wie Kochen, Spülen und die Reinigung der Wohnung zu bewältigen? Darunter fallen ebenso der tägliche Wechsel und das Waschen von Wäsche und Kleidung sowie ferner das Beheizen der Wohnung.

Für die Einstufung in die fünf Pflegegrade ist es wichtig zu schauen, wie viel Zeit für die Grundpflege aufgewendet wird. Pflegetagebücher sind ein guter Helfer, um dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) einen Überblick und genaue Angaben zur Einschätzung über die Pflegebedürftigkeit sowie dem tatsächlichen benötigten Pflegebedarf zu geben. Der MDK ist ein Beratungs- und Begutachtungsdienst für gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung im Bereich der Medizin, Zahnmedizin und der Pflege. Erfasst werden rund eine Woche lang verschiedene Tätigkeiten wie Körperpflege, Ernährung bzw. Versorgung und weitere tägliche Vorgänge. Aufgabe des MDK ist es in diesem Fall, die von den Kranken- und Pflegekassen gesetzlich verpflichtende Leistungsentscheidungen einer unabhängigen Begutachtung zu unterziehen. Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz stellt der MDK zudem sicher, dass alle Versicherten in bestimmten Leistungsfällen neutral und nach denselben Kriterien beurteilt werden und setzt die Einstufung in den jeweiligen Pflegegrad des zu Pflegenden fest.

Anspruch auf Unterstützung: die Pflegeversicherung

Senioren, die auf Hilfe im Alltag oder pflegebedürftige Personen, die ebenfalls aufgrund von Krankheit oder Bewegungsunfähigkeit auf Pflege angewiesen sind, haben Anspruch auf Unterstützung durch ihre Pflegeversicherung. Die Höhe ist dabei abhängig vom Pflegegrad und der Einstufung.

Die fünf Pflegegrade

Seit dem 1. Januar 2017 wird die Pflegebedürftigkeit in fünf Pflegegrade unterteilt. Die Einteilung reicht vom Pflegegrad 1 (geringste Beeinträchtigung) bis zum Pflegegrad V (schwerste Beeinträchtigung). Eine Bewertung erfolgt nach dem Begutachtungsinstrument Neues Begutachtungsassessment (NBA) nach einem genau festgelegten Punktesystem.

Pflegegrad 1

Das Pflegestärkungsgesetz sieht vor, dass Personen, die bereits leichte Einschränkungen bei der Bewältigung des Alltags aufweisen, Hilfe und Betreuung erhalten. Das Ziel: die pflegebedürftige Person soll so lange wie möglich zu Hause leben können. Der Pflegegrad 1 enthält beispielsweise folgende Leistungen wie einem Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für die Wohnraumanpassung. Nach der Punkteverteilung des NBA wird die Pflegestufe I zwischen 12,5 bis unter 27 Punkten eingeteilt.

Pflegegrad 2

Personen, die ab Januar 2017 den Pflegegrad 2 zugewiesen bekommen haben, weisen laut dem Gutachten des MDK eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit auf. So wurden Personen mit der ehemaligen Pflegestufe 0 mit Demenz und der früheren Pflegestufe 1 in den Pflegegrad 2 überführt. Bei dem Neuen Begutachtungsassessment müssen mindestens 27 und dürfen höchstens 47,5 Punkte erreicht werden, um den Pflegegrad 2 zu erhalten.

Pflegegrad 3

Wenn der Pflegegrad 3 festgestellt wird, liegt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor. Im Neuen Begutachtungsassessment wird diese Pflegestufe ab 47,5 bis 70 Punkten vergeben. Personen mit Pflegestufe 1 mit Demenz und Pflegestufe 2 wurden ab Januar 2017 automatisch in den Pflegegrad 3 eingegliedert.

Pflegegrad 4

Um den Pflegegrad 4 zu erhalten, muss nachweislich eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit der betroffenen Person vorliegen. Im NBA muss die begutachtende Person mindestens 70 bis höchstens 90 Punkte zugeteilt bekommen. So erhalten neue Antragsteller nach Überprüfung– falls notwendig – den Pflegegrad 4. Außerdem auch Personen, die zuvor nach der Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz sowie in die Pflegestufe 3 eingestuft wurden.

Pflegegrad 5

Mit diesem Pflegegrad werden die höchsten Leistungen von den Pflegekassen an Versicherte gewährt. Pflegebedürftige müssen von den Gutachtern des MDK eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bescheinigt bekommen und damit im Neuen Begutachtungsassessment eine Mindestpunktzahl von 90 Punkten erreichen.
Pflegebedürftige mit bisheriger Pflegestufe 3 mit Demenz oder „Härtefälle“ werden automatisch in den Pflegegrad 5 eingruppiert. Hierbei gilt jedoch der zuvor festgestellte spezifische und außergewöhnlich hohe Hilfsbedarf mit besonderen Anforderungen für eine Pflegeversorgung.
Zudem orientieren sich die fünf Pflegestufen nach Art und Umfang, unabhängig von physischen oder psychischen Beeinträchtigungen, individuell an der Bedürftigkeit der pflegebedürftigen Person. Dabei bewerten die Pflegeversicherung sowie Gutachter des SMD bzw. des MDK die Schwere der Beeinträchtigungen bei der Selbstständigkeit und kognitive wie körperliche Fähigkeiten.

Alltägliche Hilfe oder 24-Stunden-Service: individuelle Seniorenbetreuung

Sie suchen für sich oder Ihren pflegebedürftigen Angehörigen eine individuelle und passende Seniorenbetreuung? Dann kontaktieren Sie uns von der Kölner Seniorenbetreuung24! Wir beraten Sie gerne bundesweit und ausführlich rund um unsere Leistungen und beantworten Ihnen Ihre Fragen zu den fünf Pflegegraden.